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Stoffwechselprozesse

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Wissenswerte Tipps

Funktionieren in einem menschlichen Organismus chemische Prozesse gleich

Theoretisch JA, praktisch definitiv NEIN.

Die Schulmedizin kennt eine Gewebsübersäuerung nicht, obwohl z.B. im Zusammenhang mit Salicylsäure eine metabolische Azidose bekannt ist. Inzwischen wird auch der Zusammenhang zwischen einer Übersäuerung und Osteoporose akzeptiert. Dass bereits eine geringe pH-Wert-Verschiebung eine grosse Auswirkung hat, zeigt sich z.B. im Blut, das einen pH-Wert von 7,36 nicht unterschreiten und pH-Wert von 7,44 nicht überschreiten darf. Entsprechend kann auf Grund einer Verschiebung des pH-Wertes von höchstens 0,8 die Gesundheit ernsthaft bedroht sein. Ist der pH-Wert über einen längeren Zeitraum unter 7,2 oder über 7,9, so ist er letal (tödlich). Ist das Blut zu sauer, spricht die Medizin von einer Azidose. Die Ursache für eine Azidose im Blut können z.B. Störungen des Gasaustauschs in der Lunge bei Lungenerkrankungen sein, genauso wie Störungen der Atmung, die eine schlechte Belüftung der Lunge bewirken, aber auch Erkrankungen des Gehirns oder Schädel-/Hirn-Verletzungen.

Die Ursache kann auch durch eine Stoffwechselstörung begründet sein, wie etwa

  • bei der diabetischen Ketoazidose (der Organismus baut Fett ab zu einer Art Glucoseersatz)
  • bei angeborenen Fett- und Eiweissstoffwechselstörungen
  • bei unzureichender Nierenfunktion
  • bei anhaltendem Verlust an Basen durch anhaltende Durchfälle
  • durch Fehler bei einer Infusionstherapie im Krankenhaus
  • durch Schock, Verbrennungen
  • Stoffwechsel-Endprodukte der Zelle, ein Überangebot von säurebildenden Nahrungsmitteln, Zellverfall – z.B. durch Verletzung – und vieles mehr.


Eine Alkalose (zu hoher pH-Wert im Blut) kann folgende Ursachen haben:

  • eine Überbelüftung der Lunge durch zu tiefe oder zu häufige Atemzüge (Hyperventilation – deshalb kann man mit einer guten Atmung Säure abbauen)
  • Reizung des Atemzentrums durch Entzündungen im Bereich des Gehirns
  • dauerndes Erbrechen als stoffwechselbedingte Ursache. Dies bewirkt einen ständigen Verlust an Säure und verschiebt damit das Säure-/Basen-Gleichgewicht ins Basische.
  • Störungen des Hormonhaushalts, wie sie bei Hormontherapien oder bei angeborenen Störungen der Hormonausschüttung auftreten. Angeborene Störungen der Hormonausschüttung sind z. B. das so genannte Cushing-Syndrom, bei dem zu hohe Mengen an Cortison produziert werden.

Der Organismus hält, so lange es ihm möglich ist, den pH-Wert des Blutes im Toleranzbereich. Das zeigt, dass lange vor der Blutveränderung im Stoffwechsel und Bindegewebe (Matrix) der pH-Wert nicht mehr stimmt.


Durch das Zuviel auf einmal werden diese Stoffe in der Matrix (Bindegewebe) abgelagert, bis der Organismus den Raum hat, diese Ablagerung abzutransportieren oder mit den notwendigen Basen, wenn noch genügend vorhanden sind, abzupuffern. Solange der Prozess normal abläuft, kann das der Organismus z.B. über Nacht bewältigen (da ohne Belastung z.B. mit Essen, Alkohol usw.). Summiert sich der Prozess, versucht der Organismus, die Ablagerung so weit wie möglich nach aussen zu verschieben, wie etwa Harnsäure in die Zehen. Erhöht sich dort die Harnsäure, wird sie ausfällen und bildet damit Harnsäurekristalle, die dann z.B. ein Gichtpatient auf sehr unangenehme Art spürt.
Die biologische Medizin kennt eine Übersäuerung im Bindegewebe (Matrix) und sogar innerhalb der Zelle.

Weshalb dauert es solange, bis sich eine Übersäuerung bemerkbar macht?

Betrachtet man die extrazelluläre Matrix als poröses Polysaccharid-Gel (Zucker-Gel), so ergibt sich für das Gel eine extrem grosse dreidimensionale Oberfläche. Analog zu Untersuchungen an nanoporösen Mineralien könnte ein Gramm Proteoglykane (PGs) und Glykosaminoglykane (GAGs) eine Oberfläche von ca. 1000qm haben. Das ist auch ein Grund, weshalb genügend Nährstoffe vorhanden sein müssen.

Aktualisiert am Dienstag, 19. Mai 2009 um 11:52
 
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